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Aktie des Tages


09.11.2009 10:25
Früher Schnee freut Delticom
Während die Menschen über das schlechte Wetter klagen, macht der Internet-Reifenhändler Delticom ein gutes Geschäft daraus – der frühe Wintereinbruch im Oktober lässt die Umsätze wachsen.
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"Aufgrund der frühen Schneefälle Mitte Oktober ist die Winterreifensaison gut angelaufen. Wir sind zuversichtlich, unsere Umsatz- und Ergebnisziele für das Gesamtjahr zu erreichen", verkündete Finanzvorstand Frank Schuhardt anlässlich der Vorstellung des Neunmonatsberichts.

Aber nicht nur Naturgewalten helfen dem Unternehmen – auch der Kauf über das Internet entwickelt sich für die Verbraucher immer mehr zur Routine: "Der Onlinehandel erfreut sich wachsender Beliebtheit, sagte Vorstandschef Rainer Binder. "Als größter Internet-Reifenhändler Europas konnten wir unsere Marktstellung ausbauen."

Bequemlichkeit ist Trumpf
Und das lässt sich an den Zahlen gut belegen: Delticom steigerte die Umsatzerlöse in den ersten neun Monaten um 15,1 Prozent auf 201,6 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte der Reifenhändler noch 175,2 Millionen Euro umgesetzt.

Allein im dritten Quartal kletterten die Erlöse auf 62,4 Millionen Euro und liegen 16,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Mit einem Nettogewinn von 10 Millionen Euro innerhalb von neun Monaten wurde das Vorjahresergebnis von 6,6 Millionen Euro deutlich übertroffen.

Geliefert wird je nach Kundenwunsch direkt nach Hause, an einen der weit mehr als 20.000 Servicepartner-Werkstätten oder an eine andere gewünschte Lieferadresse. Delticom bietet im Internet Reifen von 100 verschiedenen Marken im Schnitt um 20 bis 25 Prozent billiger an als stationäre Händler.

Die Zukunft liegt im Netz
Um die Triftigkeit des Geschäftsmodells zu untermauern, lässt es sich das Unternehmen nicht nehmen, in seinem Bericht die Ergebnisse einer aktuellen Allensbach-Studie zu zitieren. Demzufolge hat das Institut für Demoskopie herausgefunden, dass der Anteil der Onlinekäufer an den deutschen Internetnutzern in diesem Jahr auf 66 Prozent gestiegen sei. Im Vorjahr hätte der Anteil noch 63 Prozent betragen. Der Trend ließe sich europaweit beobachten, schrieben die Experten.

Die Anleger reagierten mit Begeisterung auf den Bericht, die Aktie – sie stieg mit einem Plus von rund vier Prozent auf ein Jahreshoch bei knapp 24 Euro und gehörte zu den größten Gewinnern im SDax.

ts
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