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Meldung


09.11.2009 11:59
PNE Wind geht die Puste aus
Mit dem Bau von Windkraftanlagen hat PNE Wind in diesem Jahr ein großes Umsatzplus erzielt. Allerdings stammt das aus den ersten sechs Monaten – die Bilanz zum dritten Quartal zeigt einen Umsatzeinbruch.
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PNE Wind stellt in seiner Pressemitteilung das kräftige Wachstum der ersten neun Monate heraus: Von Januar bis September legte die Gesamtleistung um 23 Prozent auf 100,2 Millionen Euro zu. Doch im dritten Quartal gab es einen drastischen Einbruch: Von Juli bis September drittelte sich die Gesamtleistung, sie sank von 15 Millionen auf 5,6 Millionen.

Auch beim Ergebnis muss PNE zurückstecken. Wie das Unternehmen betont, liegt das vor allem daran, dass die Vorjahreszahlen durch einen Beteiligungsverkauf aufgepeppt wurden. So erreichte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern in den ersten neun Monaten 5,1 Millionen Euro. Im Vorjahr standen an gleicher Stelle 24,1 Millionen Euro in der Bilanz – darin enthalten ist ein Sonderertrag aus der Veräußerung der Anteile am dänischen Rotorblatthersteller SSP Technology A/S in Höhe von 26 Millionen Euro. Bereinigt um diesen Betrag hätte PNE also sein Neunmonatsergebnis steigern können.

Jahresprognose bestätigt
Doch auch das ist ein wenig Kosmetik, schließlich ist dieser Effekt bereits in der Halbjahresbilanz abgehandelt worden. Betrachtet man allein das dritte Quartal, tauchen rote Zahlen auf: PNE weist für die Monate Juli bis September ein negatives Ebit von minus 2,9 Millionen aus, nach minus 1,8 Millionen im gleichen Vorjahreszeitraum.

Der Konzern hält aber seinen bisherigen Zielen für das Gesamtjahr fest. Demnach wird ein Ebit in der Bandbreite von fünf bis sieben Millionen Euro angepeilt.

Die bestätigte Prognose und der positive Grundton der Pressemitteilung dürfte Anleger überzeugt haben. Die PNE-Aktie legt am Montagvormittag zwischen zwei und vier Prozent zu.

Rechtsstreit über 54 Millionen
Der Verkauf der SSP-Beteiligung birgt eine gewisse Unsicherheit. Es gibt einen Rechtsstreit, wonach der Verkauf rückabgewickelt werden soll. Zudem wird ein Schadenersatz gefordert: PNE gibt sich aber gelassen, die Klage über rund 54.Millionen Euro sei in vollem Umfang unbegründet. Daher hat der Konzern auch nur eine Rückstellung für die Prozesskosten gebildet.

bs
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