Linkbild zur Suche
 Linkbild zur Suche

Meldung


09.11.2009 14:25
Intercell stolpert über den Verkauf
Das österreichische Biotech-Unternehmen schlittert tiefer in die Krise. Auf Jahressicht droht ein Verlust – Analysten wundern sich über Schwierigkeiten beim Vertrieb eines Impfstoffes.
Bild zum Artikel

Beim Staunen beließen es die Anleger hingegen nicht: Sie verkauften die Aktien, die an der Wiener Börse zeitweise fast drei Prozent einbüßten. Auf Jahressicht gesehen besteht allerdings noch kein Grund, sich zu beschweren – Intercells Börsenwert stieg 2009 bislang um rund ein Fünftel.

Ob die positive Entwicklung des Börsenkurses in diesem Tempo weitergeht, dürfte nun etwas fraglicher werden: Das Unternehmen stellt sich nach eigenen Angaben auf einen Verlust im laufenden Jahr ein, angestrebt war bislang ein Gewinn. Der Verlust weitete sich von 5,1 Millionen auf 14,7 Millionen Euro aus. Der Umsatz stieg im dritten Quartal dagegen von 7,6 Millionen im Vorjahr auf 9,2 Millionen.

Markteinführung mit Hindernissen…
Ein Grund für die unerwartet schwachen Zahlen sind Probleme bei der Markteinführung des ersten eigenen Impfstoffs Ixiario: Das Produkt soll vor der Japanischen Enzephalitis (JE) schützen - eine durch Viren ausgelöste Tropenerkrankung, die vor allem in Ost- und Südostasien vorkommt und auch tödlich verlaufen kann. Die Symptome ähneln einer Grippe.

Die Verkäufe verlaufen aber nur schleppend. Wenig verwunderlich, da Intercell das Produkt in der Hälfte der Länder, in denen Ixiaro schon zugelassen ist, noch nicht anbieten könne, wie das Unternehmen mitteilte.

…und hohe Produktionskosten
Experten waren von den Startschwierigkeiten überrascht: "Man konnte annehmen, dass das schneller gehen wird", sagte Katharina Kastenberger von der Unicredit. "Vielleicht waren die Erwartungen an Markteinführung überzogen", sagte Daniel Damaska von der Centrobank. Ins Auge fielen auch die hohen Produktionskosten für Ixiaro: Bei Verkäufen von 2,7 Millionen Euro fielen Kosten von rund vier Millionen Euro an.

Um das Potenzial des Medikamentes voll zu entwickeln, kündigte Intercell unter anderem an, sich in den betreffenden Ländern verstärkt für nationale Impfempfehlungen zu engagieren – ein Weg, der erfolgversprechend sein könnte, wie aktuelle Erfahrungen der Pharmakonzerne mit der Schweinegrippe in Europa beweisen.

Vom Vorstand zum Berater
Ob der Offensive aber tatsächlich ein Erfolg beschieden sein wird, kann zumindest Alexander von Gabain nicht mehr in seiner Position als Forschungsvorstand erleben. Er habe sich, so heißt es in der Pressemitteilung, für einen Wechsel "hin zu einer weniger operativen Rolle entschieden".

Der Rat des ehemaligen Vorstandschefs soll aber weiter gefragt sein: Er bleibe im Unternehmen tätig und stehe Vorstand und Aufsichtsrat als strategischer Berater weitere drei Jahre zur Verfügung.

ts
JavaScript ist deaktiviert!
Zur Zeit funktionieren einige Elemente unserer Website, z.B. die Suche, Charts, Auswahlmenüs etc., nur mit aktiviertem JavaScript.
Wir bemühen uns darum, die wichtigsten Funktionen zukünftig auch ohne JavaScript nutzbar zu machen.
Branchenstrategie
Linkbild
Kursmanipulation
Linkbild
Welche Manipulationen strafbar sind...
...und welche "geduldet" werden
20 Jahre Mauerfall
Linkbild
Standort:
© hr 2009

Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, radiobremen, rbb, SR>, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, arte, PHOENIX, 3sat, KIKA, DeutschlandRadio, DW-World.de Deutsche Welle

Logos der Landesrundfunkanstalten, Einrichtungen und Kooperationen der ARD Zum Internet-Angebot des Bayerischen Rundfunks Zum Internet-Angebot des Hessischen Rundfunks Zum Internet-Angebot des Mitteldeutschen Rundfunks Zum Internet-Angebot des Norddeutschen Rundfunks Zum Internet-Angebot von Radio Bremen Zum Internet-Angebot vom Rundfunk Berlin-Brandenburg Zum Internet-Angebot des Saarländischen Rundfunks Zum Internet-Angebot des Südwestrundfunks Zum Internet-Angebot des Westdeutschen Rundfunks Zum Internet-Angebot von ARD Digital Zum Internet-Angebot von ARTE Zum Internet-Angebot von PHOENIX Zum Internet-Angebot von 3sat Zum Internet-Angebot des Kinderkanals von ARD und ZDF Zum Internet-Angebot von Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur Zum Internet-Angebot der Deutschen Welle