Das Baugeschäft, in dem Bilfinger Berger 2008 Erlöse von rund sechs Milliarden Euro erwirtschaftet hat und den Kern seiner Aktivitäten ausmacht, soll mittelfristig auf eine Größenordnung von zwei Milliarden Euro zurückgefahren werden. In diesem Zusammenhang erwägt der Konzern einen möglichen Börsengang seiner Aktivitäten in Australien. Im laufenden Jahr erreicht Bilfinger Berger Australia ein Leistungsvolumen von rund 2,6 Milliarden Euro.
Risikoprofil verbessern
Das Baugeschäft soll zwar auch künftig zu den Kernaktivitäten von Bilfinger Berger zählen. Synergien mit anderen Segmenten, beispielsweise mit den Betreiberprojekten, werden ebenfalls weiterhin genutzt. Der Konzern will sich künftig aber breiter im Bereich der Dienstleistungen aufstellen. Die durch den eventuellen Börsengang in Australien eingespielten Gelder sowie andere frei werdende Mittel will der Konzern für die weitere Entwicklung des Dienstleistungssegments einsetzen. Durch die Verlagerung des Schwerpunkts auf den Dienstleistungsbereich verspricht sich Bilfinger ein besseres Risikoprofil und eine höhere Profitabilität.
Erst im Oktober hatte Bilfinger die Anleger überrascht mit der Ankündigung einer Kapitalerhöhung durch die Ausgabe von 8,8 Millionen neuer Aktien. Der Brutto-Emissionserlös von rund 270 Millionen Euro dient dem Kauf des österreichischen Dienstleisters MCE.
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