Die ebenfalls im TecDax notierten Wettbewerber Roth & Rau und Manz Automation haben in den vergangenen Tagen nach einem schwachen dritten Quartal ihre Jahresprognosen gesenkt. Darauf hatten sich Anleger dann wohl auch bei Centrotherm eingestellt. Doch diese Hiobsbotschaft blieb aus.
Stattdessen bekräftigte der Vorstand sein Umsatzziel von 500 bis 550 Millionen Euro. Darüber hinaus will Centrotherm das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) steigern ausgehend von den im Vorjahr erreichten 57,5 Millionen. In den ersten neun Monaten des Jahres hat das Unternehmen bereits 50,7 Millionen Euro verdient.
Auf dickem Auftragspolster ruht es sich gut
Das dicke Auftragspolster macht Centrotherm zuversichtlich. Der Ordereingang zog gegenüber dem schwachen zweiten Quartal kräftig an, er stieg auf 41,2 Millionen Euro von 14,5 Millionen. Damit summiert sich der Auftragsbestand auf 922,3 Millionen Euro.
Doch wie schon bei der Konkurrenz zeigt Centrotherms Zwischenbilanz zum dritten Quartal deutliche Bremsspuren. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern schrumpfte um 19 Prozent auf 9,7 Millionen Euro. Netto verdiente der für die Solarindustrie produzierende Anlagenbauer 7,2 Millionen, ebenfalls rund ein Fünftel weniger als vor Jahresfrist.
Centrotherm-Aktie schießt nach oben
Die Solarbranche leidet derzeit unter einem massiven Preisverfall und Überkapazitäten. Daher sind die Unternehmen weniger geneigt zu investieren. Dadurch wird der Markt unattraktiv für Neueinsteiger, die eine wichtige Kundengruppe für Anlagenbauer wie Centrotherm sind.
Gleichwohl gelang es Centrotherm, seine Umsätze zu steigern. Angetrieben vom Asiengeschäft, das über 80 Prozent der Gesamterlöse ausmacht, legte der Umsatz um rund vier Prozent auf 110,5 Millionen Euro zu. Die Zahlen lagen insgesamt im Rahmen der Expertenschätzungen.
Aktien von Centrotherm sind heute gefragt. Die Papiere verteuern sich zum Handelsauftakt um gut sechs Prozent und thronen damit an der Spitze des TecDax'.
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