Zwar blieb der der Umsatz im dritten Quartal mit 149 Millionen Euro leicht hinter dem des Vorquartals zurück, doch gelang es Wacker Neuson dank der energischen Sparmaßnahmen das Ergebnis auf 4,8 Millionen Euro mehr als zu verdreifachen. Man sehe positive Entwicklungen bei den Baugeräten sowie eine insgesamt anziehende Nachfrage in den USA, sagte Vorstandschef Georg Sick. Dennoch blieben die Aufträge hinter dem Vorjahr zurück und auch der zu erwartende Umsatz im vierten Quartal werde unter dem Vorjahreswert liegen. Auch wird die deutliche Ertragsverbesserung in den letzten beiden Quartalen nicht ausreichen, um 2009 den ersten operativen Jahresverlust in der Unternehmensgeschichte zu vermeiden, so Sick.
Wegen des dramatischen Einbruchs der Geschäfte in den ersten drei Monaten des Jahres ist der Umsatz in den ersten neun Monaten um gut ein Drittel auf 442,8 Millionen Euro zurückgegangen. Das operative Ergebnis (Ebitda) brach um 80 Prozent auf 16,8 Millionen Euro ein.
Nach Steuern entstand ein Verlust von 10,4 Millionen Euro, nachdem Wacker Neuson im Vorjahreszeitraum noch einen Gewinn von 38,4 Millionen Euro erwirtschaftet hatte. Das im SDax notierte Unternehmen verweist aber auf die anhaltend gute Finanz- und Vermögenslage. Die Eigenkapitalquote stieg auf 79,8 Prozent und der operative Cashflow war Ende September deutlich positiv.
800 Stellen gestrichen
Binnen Jahresfrist hat der Maschinenbauer 800 Stellen gestrichen und inzwischen die Kurzarbeit nach eigenen Angaben auf alle seine Werke in Europe ausgeweitet. Das Sanierungsprogramm habe sich Wacker Neuson bislang 8,1 Millionen Euro kosten lassen. "Wir bereiten uns konsequent auf einen Aufschwung vor, der aufgrund von Nachholeffekten insbesondere bei Infrastrukturmaßnahmen kommen wird", sagte Vorstandschef Sick.
Die Belebung dürfte im Lauf des nächsten Jahres einsetzen. "Wir sind für 2010 verhalten optimistisch und erwarten eine positive Geschäftsentwicklung", sagte Sick. Die in den vergangenen Wochen eher schwächelnde Aktie legt heute leicht zu.
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