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Eigenkapitalforum 2009


11.11.2009 16:00
Eigenkapitalforum: Nebenwerte ganz groß
Es ist das Schaulaufen der Kleinen bis Mittelgroßen: Das Eigenkapitalforum in Frankfurt. An den drei Tagen haben sich etwa 200 Unternehmen präsentiert. boerse.ARD.de hat einige unter die Lupe genommen.
Bild zum Artikel vergrößernRund 5.000 Finanzakteure haben die dreitägige Messe besucht. 

Für viele Unternehmen der zweiten und dritten Reihe ist das Eigenkapitalforum ein Muss. So auch für den Hard- und Softwarehersteller Höft & Wessel. "Für uns gehört die PR für unsere Aktie und unser Unternehmen zum normalen Geschäft. Unsere Aktionäre profitieren ja mehr von steigenden Kursen als vielleicht von Dividenden", erläutert Vorstandschef Hansjoachim Oehmen.

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"Insofern ist das hier eine Pflichtveranstaltung", erläutert der Unternehmenschef, der Dauergast bei dem jährlichen Investorentreffen in Frankfurt ist. Wie viele der 200 Unternehmen, die sich den Investoren und Analysten vorstellten, klingt der Chef von Höft & Wessel recht optimistisch. Das komplette Interview finden Sie  hier.

Wegen der guten Auftragslage sehe er "keine Anzeichen für die große Krise". Oehmen geht ganz im Gegenteil davon aus, "dass 2010 etwas besser wird als das – immer noch gute – 2009." Ganz ohne Blessuren ist das Unternehmen, das beispielsweise Check-In-Apparate an die Lufthansa oder Fahrkartenschalter an die Bahn liefert, zwar nicht durch die Krise gesteuert. Doch in der gerade erschienenen Neunmonatsbilanz steht ein Plus bei Umsatz wie Betriebsergebnis.  Höft & Wessel: Dienste für unterwegs

Auch ElringKlinger gelingt es allmählich, den eisernen Klammergriff der Krise zu lockern. Der Autozulieferer gehört zu der Branche, die in den letzten Monaten mit am stärksten gelitten hat. Doch durch drastische Kosteneinsparungen hat sich das Unternehmen profitabel gehalten. Im dritten Quartal konnte Elring sein Ergebnis sogar steigern. An neuen Technologien in der Autobranche, wie kleineren Motoren, wollen die Schwaben kräftig mitverdienen.  ElringKlinger: Small is beautiful

Bei dem Heimbetreiber Curanum ist es mit Kosteneinsparungen und damit auch mit dem Geld verdienen nicht ganz so einfach. Schließlich ist die Qualität der Pflege wichtiger als die Erhöhung der Marge. Doch Vorstandschef Bernd Rothe zeigt Einsparpotenzial auf: So biete sich die Bildung von Clustern an, also Gebieten mit mehreren Einrichtungen, in denen Küchen, Technik und Management in regionalen Zentren zusammengefasst werden. Beispielsweise lohne es sich, kleinere Häuser aufzukaufen, sieben bis acht sollen in der Regel pro Jahr hinzukommen. Über künftiges Wachstum macht sich der Pflegeheimbetreiber ohnehin keine Sorgen, in unserer alternden Gesellschaft wächst die Nachfrage nach den Dienstleistungen von Curanum.  Curanum: Leicht pflegebedürftig

Den allgemeinen Optimismus auf dem Eigenkapitalforum mochte Homag-Chef Rolf Knoll nicht so recht teilen. "Wir sind von der Rezession überraschend schwer getroffen worden", gesteht Knoll am Montag gegenüber den Investoren und Analysten ein. Homag stellt Maschinen für die Holzverarbeitung her, das Geschäft gilt als stark zyklisch. Der Unternehmenschef kann nach dem Konjunktureinbruch allenfalls einen Silberstreif am Horizont erkennen. "Wir denken, dass das zweite Halbjahr 2009 besser ausfallen wird als das erste." Doch an eine schwarze Null unter der Jahresbilanz glaubt Knoll nicht.  Homag: Noch ist der Wurm drin

Colonia Real Estate strotzte dagegen vor Selbstbewusstsein. Pünktlich zum Eigenkapitalforum präsentierte der Immobilienkonzern seine Quartalszahlen, die nach einem Intermezzo in der Verlustzone nun wieder schwarz ausfielen. Das gelang, weil Colonia ein Immobilienpaket in Berlin mit fünf Prozent Gewinn verkaufen konnte. Vorstandschef Stephan Rind präsentierte sich gut gelaunt in den Frankfurter Messehallen, was nicht allein an der Trendwende am Immobilienmarkt lag. Rind ist auch stolz auf die bessere Verschuldungssituation: "Die Refinanzierung unserer Verbindlichkeiten war ein hartes Stück Arbeit, das können Sie mir glauben – aber wir haben sie hinbekommen."  Colonia Real Estate: Perfektes Timing

Letzes Jahr war es nicht all zu gut um den Medizintechnikhersteller Pulsion bestellt. Doch die Zahlen im dritten Quartal deuteten darauf hin, dass die Trendwende geschafft sei. Entsprechend präsentierte sich das Unternehmen vor den Investoren. Finanzvostand Frank Posnanski betonte, das Münchner Unternehmen seien unangefochtener Spezialist, wenn es um Geräte zur Überwachung von Schwerstkranken geht. Man wolle aber darüberhinaus auch in weitere medizinische Bereiche vorstoßen, die größere Patientengruppen ermöglichen. Klar, dass der Finanzvorstand seine Aktie deswegen für unterbewertet hält. Das liegt vielleicht auch am Machtkampf, der sich hinter den Kulissen abspielt.  Pulsion Medical Systems: Zurück auf Kurs

Die Besucher zeigten großes Interesse an der Asian Bamboo AG, ein Bambusproduzent aus China. Das lag einerseits wohl an der Standortattraktivität Chinas, aber auch am Nachhaltigkeitskonzept des Unternehmens. Schließlich ist Bambus ein nachwachsender Rohstoff, der für die Möbel- und Textilproduktion verwendet wird, aber auch für Papier. Auch für die Zukunft versprach Finanzvostand Peter Sjovall Wachstum - auch weil das Unternehmen plant, sich an einem Bambusverarbeiter zu beteiligen.  Asian Bamboo: Der Rohstoff aus dem Reich der Mitte

bs
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