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Meldung


11.11.2009 18:02
Bambus für die Welt
von Danyal Bayaz
Die Besucher des Eigenkapitalforums zeigten am Schlusstag großes Interesse an der Asian Bamboo AG. Immerhin füttert diese China – den Motor der Weltwirtschaft – mit dem Allzweckrohstoff Bambus. Dies sei nicht nur für die Umwelt nachhaltig, sondern auch für den Aktienkurs, betonte der Finanzchef.
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Nicht jede Veranstaltung auf dem diesjährigen Eigenkapitalforum füllte die Räume im Frankfurter Messezentrum. Bei der Asian Bamboo AG war das kurz vor Schluss des Forums allerdings anders. Die Plätze im Raum „Mailand“ waren alle besetzt. Viele Interessierte mussten sich im Stehen anhören, was Finanzvorstand Peter Sjovall zu berichten hatte. Und: Das Stehen hat sich gelohnt.

Beflügelt durch die Quartalsergebnisse vom letzten Freitag machte Sjovall noch einmal auf das kräftige Wachstum seines Unternehmens aufmerksam. „Unser Umsatz stieg gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 29 Prozent von 31,5 Millionen Euro auf 40,7 Millionen Euro. Das bereinigte Nettoergebnis verbesserte sich um 34 Prozent auf 19,4 Millionen Euro“, erklärte er. Eigentlich hatte Asian Bamboo ein Ergebnis von fast 30 Millionen Euro erwirtschaftet, aber die Bilanzierungsstandards sehen im Umweltbereich vor, biologische Vermögenswerte zu verrechnen.

Fremdfinanzierung mittelfristig gesichert
Das in China ansässige Unternehmen gilt als Produzent von besonders hochwertigem Bambus, der für Möbel, Bodenbeläge, Papier und Textilien verwendet wird. Hauptabnehmer dabei sind der exportierende Markt Chinas, aber auch Japan. Asian Bamboo vertreibt seine Waren in Form von Bambusstämmen, frischen und verarbeiteten Bambussprossen.

Auf derzeit etwa 30.000 Hektar Fläche kommen die Plantagen des Unternehmens, auf denen bis zu 20 Meter hoher Bambus wächst. Wegen der hohen Skaleneffekte erwirtschaftet das Unternehmen aus jedem Hektar knapp 2.400 Euro Umsatz, so Sjovall. Mit einem Zehn-Millionen-Kredit der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft der KfW sei man für sieben Jahre gut mit Fremdkapitalausgestattet.

Geplante Minderheitsbeteiligung
Und auch auf der Eigenkapitalseite hat sich etwas getan: So kündigte das Unternehmen eine Kapitalerhöhung um etwa zehn Prozent der bisherigen Anteile an. Das hatte den Kurs der Bamboo-Aktie in jüngster Vergangenheit unter Druck gesetzt und unter die Schwelle von 20 Euro fallen lassen.

Der Financhef zeigte sich von der Entwicklung aber unbeeindruckt: Man wolle an der Expansionsstrategie festhalten und habe daher die Absicht, sich für fünf Millionen Euro an der Sang Feng Group zu beteiligen, die Bambusplatten herstellt. Diese würde dann etwa 50 Prozent des Bambus von Asian Bamboo erwerben, versprach Sjovall vor möglichen Investoren.

Bis spätestens Ende 2010 soll die Gesamtfläche der Plantagen auf gut 40.000 Hektar steigen. „Weil es eine starke Korrelation zwischen Umsatz, Gewinn und Fläche gibt, ist also auch künftig mit Wachstum zu rechnen“, fügte Sjovall hinzu. Die Dividende für 2009 in Höhe von 30 Cents wird die Anleger wohl freuen. Noch mehr freut sich aber wohl der Gründer und Chef der Asian Bamboo AG Lin Zuojun, dem immerhin 48 Prozent der Anteile gehören.

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