Außerdem wird die Marke Victoria vom Markt genommen. Auch den Markennamen KarstadtQuelle Versicherungen gibt es bald nicht mehr.
Die Krankenversicherung von Ergo wird unter der Marke DKV, der Rechtsschutz unter der Marke D.A.S. zusammengefasst. Die Marke ERV steht weiter für die Reiseversicherung. Die Umstellung soll für die KarstadtQuelle Versicherungen (KQV) schon zum ersten Quartal 2010 greifen, für die übrigen Marken in der zweiten Jahreshälfte, teilte Ergo am Morgen mit.
Der zur Münchener Rück gehörende Konzern begründet die Umbenennung mit der Insolvenz von Arcandor und ihrer Töchter Karstadt und Quelle. Damit entstand Handlungsbedarf für die KarstadtQuelle Versicherungen. Diesen Anlass nutzt Ergo jetzt für die Änderung ihrer Markenaufstellung.
Heftiger Gewinneinbruch
Mit der Änderung reagiert der Versicherer auch auf den heftigen Gewinneinbruch in diesem Jahr. Jörg Schneider, Finanzchef des weltgrößten Rückversicherers Münchener Rück und Mutterkonzern von Ergo, kassierte bereits Anfang November das mittelfristige Gewinnziel für die Düsseldorfer Tochter. Die bis 2012 angestrebten mehr als 900 Millionen Euro Jahresgewinn seien nicht mehr realistisch.
In den ersten neun Monaten 2009 brach der Ergo-Gewinn um drei Viertel auf 73 Millionen Euro ein. Hohe Abschreibungen im Zuge der Finanzkrise lasteten auf dem Ergebnis. Seit dem zweiten Quartal ist das Unternehmen aber zumindest wieder in den schwarzen Zahlen. Die Ergo wollte vor allem durch Kosteneinsparungen und Wachstum im Ausland in den nächsten Jahren glänzen.
1.800 Jobs fallen weg
Schneider sagte, es gebe vorerst kein neues Gewinnziel für die Tochter. Ergo könne aber noch immer eine Rendite von zwölf bis 15 Prozent auf das Eigenkapital erreichen. Das Sparprogramm müsse dafür nicht ausgeweitet werden. Ergo-Chef Torsten Oletzky will ab nächstem Jahr 180 Millionen Euro einsparen 1.800 Jobs sollen dafür wegfallen.
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