Der japanische Elektronikkonzern hat den "Playstation Move" am Mittwoch auf der Game Developers Conference vorgestellt. Die Fernbedienung mit dem Leuchtball an der Spitze soll die Playstation 3 in eine HD-Version der Wii verwandeln. Die Kombination aus Controller und Kamera soll Bewegungen im dreidimensionalen Raum exakt erfassen.
Damit will der Hersteller nach eigenen Aussagen "intensivere" Bewegungsspiele ermöglichen, die von Party-Spielen bis hin zu Ego-Shootern und Kampfspielen reichen und dabei im Gegensatz zur Wii auf hochauflösende HD-Grafik nicht verzichten.
Ab Herbst in den Läden
Die Markteinführung für den Playstation Move ist für Herbst 2010 geplant. Das Paket aus Controller, Sub-Controller und Kamera inklusive einer kleinen Spiele-Sammlung soll bereits für unter 99 US-Dollar respektive rund 70 Euro zu haben sein.
Die Sony-Aktie kann nach dieser Ankündigung deutlich zulegen, auf dem Frankfurter Parkett gewinnt sie bis zu 1,6 Prozent und markiert bei 27,95 Euro ein neues Jahreshoch. Binnen Zwölf-Monats-Frist hat der Titel seinen Wert mehr als verdoppelt.
Das böse Wort von der "Marktsättigung"
Sony versucht mit dem Move, verloren gegangenes Terrain zurückzuerobern. Nintendo hatte der Konkurrenz mit seiner Wii, welche die Bewegungssteuerung von Games erst populär machte, ordentlich Marktanteile abgejagt.
Dass steigende Marktanteile nicht zwingend steigende Erlöse und Gewinne bedeuten, bekam zuletzt aber auch Nintendo zu spüren. Denn mittlerweile haben viele Verbraucher so viele Spielekonsolen in ihren Wohnzimmern stehen, dass sie keinen Platz mehr für eine weitere Daddel-Kiste haben. Das böse Wort von der "Marktsättigung" macht die Runde.
Microsoft macht den Spieler zum Controller
Was die Sony-Steuerung Move wirklich taugt und vor allem, welche Erlöse und Gewinne sie Sony einbringen kann, wird sich ab Weihnachten 2010 zeigen. Zu diesem verkaufstechnisch günstigen Zeitpunkt will nämlich der US-Softwaregigant Microsoft seine Antwort auf Wii und Move vorstellen: das "Project Natal".
Microsoft geht mit Natal gleich mehrere Schritte weiter als die Konkurrenz und verzichtet komplett auf ein Steuerungsgerät, das der Spieler in der Hand halten muss. Stattdessen macht eine Kombination aus Mikrofon, Kameras und Software den Körper des Spielers selbst zum Controller.
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